Schulden und das Strafrecht


Manchmal ist Schuldenmachen ein Straftatbestand

IMGP1666-001Wegen unbezahlter Forderungen muss in Deutschland kein Schuldner mehr in den Schuldturm. Allerdings kann es sich besonders im Gange des vorgerichtlichen Mahnverfahrens lohnen, auch eine strafrechtliche Prüfung des ein oder anderen Schuldnerverhaltens vorzunehmen. Privatgläubiger werden in der Mehrzahl der Fälle nicht über eine solche Möglichkeit nachdenken aber es gibt bereits Inkassobüros, die eine Fallprüfung auch auf diese Sicht der Dinge ausdehnen und dies dann auch offensiv ins Inkassoverfahren einbinden. Schulden und das Strafrecht weiterlesen

Inkasso – Liquiditätshilfe oder Kundenschreck


Ist die Inanspruchnahme eines Inkassobüros eher eine Liquiditätshilfe oder werden hier Kunden verschreckt?

Euler Hermes prognostiziert im Dezember 2014 in einer Pressemitteilung für das Jahr 2015 eine Zunahme der Firmeninsolvenzen um 2% auf dann ca. 25.000 insolvente Firmen.

Deutsche Unternehmen kämpfen zunehmend mit den Folgen der zahlreichen geopolitischen Krisenherde. Zudem macht den exportstarken Deutschen die schwächelnden Konjunktur im Euroraum sowie ein verlangsamtes Wachstum in China zu schaffen. In seiner jüngsten Studie geht der Kreditversicherer Euler Hermes für 2015 deshalb von einem geringeren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +1,2% (2014: +1,4%) sowie von gleichzeitig steigenden Insolvenzzahlen in der Bundesrepublik aus. Nach einem Rückgang der Insolvenzen um -6% im Jahr 2014 (24.490 Fälle) nehmen diese im kommenden Jahr nach Ansicht der Euler Hermes Ökonomen um +2% zu und belaufen sich dann auf voraussichtlich 24.979 Fälle.
Quelle: Euler Hermes Pressemitteilung vom 1.12.2014

Dies hat auch weitreichende Folgen für viele Handwerker, Freiberufler und andere Selbständige. Denn hier muss dann damit gerechnet werden, dass die Zahlungsmoral dieser gefährdeten Firmen plötzlich ins Negative abrutscht. Inkasso – Liquiditätshilfe oder Kundenschreck weiterlesen

Schulden im Wandel der Zeiten


Schuldknechtschaft und Schuldenturm waren Mittel zum Beitreiben der Schulden

Abbildung: Schuldknechtschaft im Sachsenspiegel: Die Abbildung stammt aus dem Heidelberger Exemplar, das im Internet in digitalisierter Form abrufbar ist - link siehe Ende des Artikels
Abbildung: Schuldknechtschaft im Sachsenspiegel: Die Abbildung stammt aus dem Heidelberger Exemplar, das im Internet in digitalisierter Form abrufbar ist – link siehe Ende des Artikels
Heute kann man privaten und geschäftlichen Schulden durch eine Insolvenz oder einen Konkurs entkommen. Doch das war beileibe nicht immer so. Gerade die Art wie mit Schulden und den Schuldnern umgegangen wurde hat sich doch sehr verändert. Schulden gibt es nachweislich schon seit ca. 5000 Jahren. Da es damals noch kein Münzgeld gab, stellt eine Schuld das Versprechen dar einen materiellen Wert, es handelte sich damals meistens um Getreide, den man erhalten hatte, wieder zurückzugeben. War dies nicht möglich musste man zum Beispiel im alten Babylon Frau und Kinder dafür verpfänden. Dies mag für so manchen Ehemann zwar eine gewisse Verlockung darstellen, wurde aber zum Glück bereits vom Griechen Solon um 600 vor Christus abgeschafft, nachdem die alten Griechen dies aber durchaus aus Mesopotamien eingeführt hatten. Schulden im Wandel der Zeiten weiterlesen

Rechnungen aus dem Jahr 2012 verjähren zum Ende des Jahres



Ältere Rechnungen einfordern

infoWir haben Herbst 2015, es ist noch ca. 3 Monate bis zum Jahresende, also höchste Zeit sich um ältere Rechnungen zu kümmern. Viele Millionen € gehen jedes Jahr verloren, weil Unternehmer, Handwerker, Händler und auch Privatpersonen vergessen haben, offene Rechnungen fristgemäß einzufordern. Sylvester 2015 heißt nicht nur hoch die Gläser – es kommt ein Neues Jahr 2016; es verjähren auch die offenen Positionen und Rechnungen aus dem Jahr 2012. Rechnungen aus dem Jahr 2012 verjähren zum Ende des Jahres weiterlesen

Schufa Projekt gestoppt!


Hasso-Plattner-Institut kündigt Vertrag mit der Schufa

Das Projekt der Schufa, in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut, wurde nach den heftigen deutschlandweiten Protesten gestoppt. Die Damen und Herren, die an dem Projekt beteiligt waren, haben da wohl ganz blauäugig versucht, in der heutigen Zeit die Möglichkeiten des Internets und der sozialen Netzwerke untersuchen zu wollen und ein Projekt auf die Beine zu stellen.

Was kann man über die Kreditwürdigkeit der Mitglieder in sozialen Netzwerken herausfinden, das war die Frage, mit ganz praktischen monetären Absichten seitens der Schufa. Dabei haben diese Damen und Herren ganz übersehen, dass das, was sie da vorhaben, auf wenig Gegenliebe der Betroffenen stossen wird. Wie man so etwas nicht erkennen kann, das ist uns unerklärlich. Und die datenschutzrechtliche Brisanz der gesamten Geschichte ist da noch nicht einmal annähernd erkannt worden. Schufa Projekt gestoppt! weiterlesen

Schufa Stop!


Keine Daten aus sozialen Netzwerken

Es ist Juni 2012, Facebook ist gerade 2 Wochen an der Börse. Da schreckt eine Nachricht die user der sozialen Netzwerke! Die Schufa plant, Daten der sozialen Netzwerke für Expertisen über Kunden in Deutschland zu nutzen. Das muss gestoppt werden, und zwar so schnell wie möglich.

Nichts grundsätzlich gegen die Schufa, sie hat zum Schutze von Banken, Telekommunikationsanbietern und Versandhäusern sicherlich ihre Berechtigung, wenngleich in den Datenbanken auch viele falsche Einträge für falsche Auskünfte sorgen. Dagegen kann man sich aber wehren. Was aber zu weit geht, das ist dieses Projekt, deshalb: Keine Daten für Wirtschaftsauskunfteien, wie die Schufa, aus den sozialen Netzwerken. Schufa Stop! weiterlesen

Anwalt oder Inkassobüro?


Forderungsrealisierung: Anwalt versus Inkassobüro

Sie haben offene Forderungen, der Schuldner will partout nicht bezahlen. Jetzt stellt sich die Frage, was tun? Es gibt die Option Rechtsanwalt oder Inkassobüro. Eine eminent wichtige Frage in der Realisierung von Forderungen ist jetzt die Kostenfrage: Was bleibt am Gläubiger hängen, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft aber die Beitreibung erfolglos war? Anwalt oder Inkassobüro? weiterlesen

P-Konto


Das Pfändungssichere Konto (P-Konto)

Nach Inkrafttreten des Gesetztes zur Reform des Kontopfändungsschutzes am 01. Juli 2010 gilt seit Januar 2012 der Pfändungsschutz nur noch mit dem P-Konto. Nun hat jeder Schuldner rechtlich die Möglichkeit, sein unpfändbares Einkommen vor dem Zugriff von Gläubigern oder in derem Auftrag agierenden Vollstreckungsorganen wie Gerichtsvollziehern oder Inkassofirmen, zu schützen. P-Konto weiterlesen