P-Konto


Das Pfändungssichere Konto (P-Konto)

Nach Inkrafttreten des Gesetztes zur Reform des Kontopfändungsschutzes am 01. Juli 2010 gilt seit Januar 2012 der Pfändungsschutz nur noch mit dem P-Konto. Nun hat jeder Schuldner rechtlich die Möglichkeit, sein unpfändbares Einkommen vor dem Zugriff von Gläubigern oder in derem Auftrag agierenden Vollstreckungsorganen wie Gerichtsvollziehern oder Inkassofirmen, zu schützen.

Als pfändungssicheres Konto muß kein neues Konto eröffnet werden, sondern ein bereits bestehendes Girokonto kann zum pfändungssicheren Konto umgewandelt werden. Man sollte zu diesem Zweck bei der Bank persönlich vorsprechen und die Umwandlung beantragen, oder diese Umwandlung schriftlich vornehmen lassen. Es besteht grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf die Umwandlung, ansonsten bleibt die Kontoführung wie gehabt, man erkennt auch auf den Kontoauszügen nicht, dass es sich um ein pfändungssicheres Konto handelt. Das Girokonto bleibt also weiterhin voll funktionsfähig, allerdings muß damit gerechnet werden, dass die Bank weder Dispositionskredite einräumt noch Kredit genehmigt. Es gilt auch hier der der persönliche Pfändungsfreibetrag von 1028,89 Euro.. Will jemand höhere Freibeträge in Anspruch nehmen, da eventuell Unterhaltspflichten für weitere Personen vorliegen, muß dies anhand von Dokumenten belegt werden.

Jede Person darf nur ein pfändungssicheres Konto anlegen, es wurde geregelt, dass dies der Schufa gemeldet und dort überprüft wird, um Mißbrauch vorzubeugen. Das P-Konto sollte eigentlich nicht teurer sein als ein übliches Girokonto. Allerdings versuchen verschiedene Banken hir höhere Gebühren zu erzielen. Die Verbraucherzentralen gehen bereits gegen solche Gebührenforderungen vor.

Wenn man kein Konto mehr hat, weil zum Beispiel wegen einer eingehenden Pfändung eine Kontokündigung erfolgte, sollte man ein neu zu eröffnendes Konto gleich als P-Konto anlegen. Immer noch gibt es Banken, die Kunden mit dem Wunsch auf ein P-Konto nicht gerne sehen, andereseits ist der Markt so groß, dass besonders auch Internetbanken keinerlei Probleme bei der Eröffnung sehen.

Das P-Konto bietet also nicht nur einen auf die Pfändungsfreigrenze festgelegten Pfändungsschutz und dieser kann einfach bei Unterhaltspflicht erhöht werden, sondern die Funktionen des Girokontos bleiben erhalten, auch Selbständige können solch ein Konto erhalten und das Konto kann nicht mehr gesperrt werden.

Gerade in der Vergangeheit haben besonders Inkassobüros versucht im Auftrag Ihrer Mandanten Kontenpfändungen vornehmen zu lassen. Sicher war das mit vielem Ärger für den Kontoinhaber verbunden, das oft die Konten gesperrt oder gar gekündigt wurden. Durch die neue Regelung wurde ein Schutzfaktor für Schuldner geschaffen und die Möglichkeit weiter auch am elektronischen Zahlungsverkehr und damit am Wirtschaftsleben teilzunehmen..


Inkassobüro finden