Die Lohnpfändung IV


Die Lohnpfändung IV

Keine Angst müssen Sie in der Regel um Ihren Arbeitsplatz haben, die Lohnpfändung ist für sich gesehen kein Kündigungsgrund. Problematisch kann es werden, wenn Sie in der Firma eine Vertrauensstellung .z.B. im Kassenbereich haben oder im kleineren Betrieb ohne Kündigungsschutz, wenn Sie sich noch in der Probezeit befinden oder Ihr Arbeitsvertrag befristet ist.

Vielleicht kann ein Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle hilfreich sein, evtl. gibt es in Ihrer Firma einen Arbeitgeberkredit der Ihnen helfen würde die Situation zu bereinigen. Fragen Sie doch einfach mal bei Ihrem Betriebsrat nach. Schuldnerberatungsstellen helfen Ihnen evtl. auch bei den Verhandlungen mit Anwälten oder Inkassofirmen.

Beziehen Sie von mehreren Stellen Lohn, Gehalt oder vielleicht Rente?
Erstmal gilt für jedes Einkommen unabhängig die Pfändungstabelle. Erlangen Gläubiger, Anwälte oder Inkassofirmen kein Wissen über Ihre verschiedenen Einnahmequellen müssen Sie diese nicht darauf hinweisen. Falls doch werden die Gläubiger das Vollstreckungsgericht anrufen und Ihre einzelnen Einnahmen zusammenrechnen und Ihre Pfändungsfreigrenze daraus errechnen lassen.

Sollten Sie neben Ihrer Hauptbeschäftigung noch eine Nebentätigkeit ausüben, sind daraus 50 % des Nebeneinkommens pfändungsfrei und zwar aus der Bruttolohnsumme. Dies wird nämlich wie Einkommen aus Überstunden behandelt.