Kontopfändung


Die Kontopfändung

Was bisher geschah: Sie haben einen Mahnbescheid und einen Vollstreckungsbescheid erhalten, nicht reagiert und hatten Besuch vom Gerichtsvollzieher. Es waren weder Bargeld noch Sachwerte bei Ihnen zu pfänden. Die Gläubiger, ihre Rechtsanwälte oder Inkassofirmen werden nun als nächsten Schritt versuchen eine Kontopfändung bei Ihnen durchzusetzen.

Geht bei Ihrer Bank ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluß ein, werden nicht nur Ihre Konten und Sparguthaben, sondern evtl. auch Ihre vermögenswirksamen Anlagen für 4 Wochen gesperrt. Werden Sie in diesem Zeitfenster nicht aktiv, geht vorhandenes Geld unwiderruflich an die Gläubiger.

Achtung: Seit dem 01. Januar diesen Jahres können sie sich nur noch mit einem Pfändungsschutzkonto (P-Konto) bei einer Pfändung des Kontos schützen. Ein Pfändungsschutzkonto ist eigentlich ein normales Konto, bei dem ein festgelegter Schutz für das Guthaben festgelegt wird. Jeder Kontoinhaber hat inzwischen das Recht sein Konto in ein P-Konto umzuwandeln. Es besteht sogar eine gesetzliche Verpflichtung dazu.
Die Banken und sparkassen haben sich inzwischen sogar eine Selbstverpflichtung auferlegt, jedem ein Guthabenkonto zur Verfügung zu stellen.

Wir sind gespannt auf die Ausführung dieses Versprechens. Das P-Konto können Sie auch noch erhalten wenn bereits eine Pfändung vorliegt, allerdings mit einer Frist von vier Wochen. Schaffen Sie die Umwandling in dieser Frist, wirkt dieser Pfändungsschutz rückwirkend. Allerdings dürfen Sie natürlich nur ein P-Konto unterhalten.