Mahnverfahren – Der Vollstreckungsbescheid


Der Vollstreckungsbescheid

Fall sie Ihre Mahnverfahren nicht an Inkassofirmen übertragen haben, müssen Sie selbst prüfen ob Ihr Schuldner Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt hat. Ist dies nicht der Fall können Sie auf der Grundlage des Mahnbescheids einen Vollstreckungsbescheid bei zuständigen Amtsgericht beantragen. Die Frist hierfür beträgt 6 Monate nach Zustellung des Mahnbescheides.

Das Amtsgericht erläßt den Mahnbescheid und läßt ihn wieder „von Amts wegen“ an dieselbe Adresse zustellen, die auch im Mahnbescheid angegeben war.

Wird kein Wiederspruch erhoben ist der Vollstreckungsbescheid ein vollstreckbarer Titel, mit dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann.

Auch hier hat der Schuldner wieder die Möglichkeit Widerspruch, einzulegen. Diese Frist ist genau wie beim Mahnbescheid 14 Tage. Wird Einspruch erhoben, ist der Weg derselbe wie beim Einspruch zum Mahnbescheid, ins ordentliche Klageverfahren. Dabei sollten Sie sich dringend von den Sie beratenden Anwälten oder Inkassofirmen auf alle Risiken eines solchen Verfahrens hinweisen lassen.